Heute Morgen sind wir mit einem Kleinbus ein paar Kilometer raus aus Oaxaca gefahren und haben Monte Albán besucht, eine archäologische Stätte, Weltkulturerbe und vor allem das Zentrum der hochentwicklenten Zivilisation der Zapoteca, die im heutigen Staat Oaxaca lebten. Monte Albán liegt auf einem Berg, fast 500m über Oaxaca mit einer tollen Sicht in die umgebenden Täler. Uns hat Monte Albán sogar besser als Teotihuacán gefallen.
In Monte Albán wurden viele Gräber und Grabhöhlen gefunden, die neben der Rolle als Grab gleichzeitig als symbolische Zugänge zur Unterwelt galten. Durch die Gräber ist viel über die Bestattungskultur und die Religion der Zapoteken bekannt. Die Funde sind in Oaxaca im Museo de las Culturas de Oaxaca ausgestellt - dorthin werden wir es bei dieser Reise leider nicht schaffen, aber es steht für unsere nächste Reise auf der Liste.
Von der Nordplattform in Monte Albán hat man eine tolle Sicht über die ganze Anlage, insbesondere wenn man dort noch auf die eine besteigbare Pyramide klettert.
Wandert man von der Nordplattform über die große Freifläche zur Südplattform, kommt man an vielen faszinierenden Gebäuden vorbei.
An der Südspitze von Monte Albán trohnt der große Südtempel, auf dessen Plattform man mit 43 großen Stufen hinaufklettern kann. Dort hat man eine schöne Sicht über Monte Albán und die umliegenden Täler.
Wie Teotihuacán bietet auch Monte Albán eine für uns ungewohnte und ganz eigene Pflanzenwelt - wir konnten sogar ein wenig die lokale Tierwelt bewundern.
Mit dem Bus ging es zurück in die Innenstadt und wir haben uns in der Markthalle Mercado 20 di Noviembre ein Mittagessen gesucht. Viele Essensstände wirkten nicht allzu überzeugend, aber bei Comedor Chabelita haben wir eine sehr leckere lokale Spezialität gefunden, eine Tlayuda. Eine Tlayuda ist ein großer, knusprig gebackener Maistortilla, der belegt wird. Danach sind wir noch durch die große Markthalle und einen Kunstmarkt gewandert, aber die haben uns nicht so sehr überzeugt.
Am frühen Abend sind wir noch ein wenig durch die Straßen spaziert und haben wieder schöne Fassadenmalereien und Innenhöfe entdeckt. Nachdem unser Mittagessen nach dem Ausflug erst relativ spät und groß war, sind wir zum Abendessen für einen kleinen Snack in das kleine und süße Café Rústiko gegangen.